Schweizer Filme neu entdecken
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Schweizer Filme neu entdecken

Sechs Flüchtlingen gelingt 1942 der Grenzübertritt in die Schweiz. Um Asyl zu erhalten, geben sie sich als Familie aus, doch sie werden bald entlarvt. Droht ihnen die Abschiebung?

Erhältlich auf

Filminformationen

Originaltitel

  • Das Boot ist voll

Jahr

  • 1981

Dauer (Minuten)

  • 104

Originalsprache

  • Schweizerdeutsch
  • Deutsch

Genre

  • Spielfilm

Stabangaben

Regie

  • Markus Imhoof

Drehbuch

  • Markus Imhoof

Besetzung

  • Tina Engel
  • Hans Diehl
  • Martin Walz
  • Curt Bois
  • Gerd David
  • Ilse Bahrs

Kamera

  • Hans Liechti

Produktion

  • Limbo Film AG Zürich

Montage

  • Helena Gerber
  • Fee Liechti

Ton

  • Vladimir Vizner

Angaben zur Digitalisierung

Digitalisierungsjahr

  • 2005

Digitalisiert durch

  • Markus Imhoof

in Zusammenarbeit mit

  • Swiss Effects Film, Zürich

mit der Unterstützung von

  • Memoriav
  • Dr. Adolf Streuli-Stiftung
  • Michael und Ellen Rignier
  • Cassinelli-Vogel-Stiftung
  • Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus - GRA

Auszeichnungen und Festivals

1982

  • Nomination Academy Award: Best Foreign Language Film
  • Premio David di Donatello: René Clair Award

1981

  • Berlinale: Silberner Bär für bestes Drehbuch und beste Schauspielführung
  • Prix de la Fédération Internationale de la Presse Cinématographique (FIPRESCI)
  • Prix du Comité International pour la Diffusion des Arts et de la Littérature par le Cinéma (CIDALC)
  • Prix de l’Office Catholique International Cinématographique (OCIC)
  • Prix du Jury International Protestant du Film (Interfilm): Otto Dibelius Award
  • Qualitätsprämie EDI
  • Filmpreis der Stadt Zürich
  • Prix de la Fondation ALIZA, Paris
  • Grand Prix du 10ème Festival des Droits de l’Homme à Strasbourg
  • Festival du Film Historique: Aigle d’Or
  • Prix du Jury Evangélique, Berlin
  • Conseil National de la Critique Cinématographique: David Wark Griffith Award

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Michel Bodmer über «Das Boot ist voll»

«Wenn da jeder für sich fuhrwerken sollte, hinter dem Rücken der Behörde, oder?» In feinstem Schweizerhauchdeutsch grummelt Franz Flückiger angesichts der Fürsorge, die seine Frau Anni sechs Flüchtlingen zeigt; später hilft er selber und büsst dafür. Der Landjäger Bigler folgt da lieber willig «den Befehlen von Bern», und es wird schon Gründe geben, weshalb die Regierung keine «von denen» mehr reinlässt. Aufgrund des gleichnamigen Buchs von Alfred A. Häsler und eines Berichts über eine zusammengewürfelte Gruppe Flüchtlinge, die sich als Familie ausgab, weil sie hoffte, als solche aufgenommen zu werden, schildert «Das Boot ist voll» ungeschönt, wie die Schweiz mit denen umging, die es aus Nazi-Deutschland über die Grenze schafften. Die Flüchtlinge «retten sich ins Verderben» (Friedrich Dürrenmatt); Imhoof verleiht seinem Film jenen pechschwarzen Schluss, den sein Mentor Lindtberg für «Die letzte Chance» wegen der Zensur 1945 nicht drehen konnte. In «Eldorado» (2018) zeigt er: Die Schweiz hat kaum dazugelernt.

Extras & Downloads

Behind the Scenes

Downloads

Pressedossier (pdf)