Schweizer Filme neu entdecken
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1988 tritt ein türkisches Ehepaar zusammen mit ihrem Sohn die «Reise der Hoffnung» an, die sie aus der armen Heimat in die reiche Schweiz führen soll. Die illegale Einwanderung nimmt ein tragisches Ende.

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Filminformationen

Originaltitel

  • Reise der Hoffnung

Jahr

  • 1990

Dauer (Minuten)

  • 105

Originalsprache

  • Deutsch
  • Italienisch
  • Türkisch

Genre

  • Spielfilm

Stabangaben

Regie

  • Xavier Koller

Drehbuch

  • Xavier Koller
  • Feride Çiçekoğlu
  • Şerif Gören

Besetzung

  • Mathias Gnädinger
  • Necemettin Cobanoglu
  • Nur Sürer
  • Nemin Sivas
  • Yaman Okay
  • Dietmar Schönherr

Kamera

  • Elemér Ragályi

Produktion

  • Catpics AG
  • Condor Films AG

Montage

  • Daniel Gibel
  • Galip İyitanır

Ton

  • Pavol Jasovsky

Musik

  • Jan Garbarek
  • Terje Rypdal
  • Arlid Andersen

Auszeichnungen und Festivals

1991

  • Oscar Academy Awards: Oscar for Best Foreign Language Film
  • Filmschau Nürnberg: Preis der Stadt Nürnberg

1990

  • 43. Festival internazionale del film Locarno: Bronzener Leopard

Empfohlen von

Michel Bodmer über «Die Reise der Hoffnung»

Auf dem verschneiten Splügenpass stirbt der 7-jährige Kurdenjunge Şeyhit Enhas in den Armen seines Vaters bei der illegalen Einwanderung in die Schweiz. Diese Zeitungsmeldung vom 15. Oktober 1988 rüttelte das Land auf. Der wahren Tragödie «nachempfunden» drehte Xavier Koller, unterstützt von türkischen Filmschaffenden, kurz darauf «Reise der Hoffnung». Haydar, seine Frau Meryem und der kleine Mehmet Ali reisen aus Anatolien per Bus und Schiff nach Neapel. Von da nimmt sie der freundliche Schaffhauser LKW-Fahrer Ramser mit, kann sie aber nicht in die Schweiz schmuggeln. In Mailand geraten sie an habgierige, brutale Schlepper, die sie trotz drohender Unwetter ohne Führer über die Berge schicken.

Dokumentarische Präzision, gepaart mit kühler Musik und symbolstarken Bildern machen den Film zur Parabel über das Paradies Schweiz und seine Grenzen. Die Kurdenproblematik wird im Film nicht explizit angesprochen. Dennoch oder deswegen wirkt der Oscar-gekrönte Film zeitlos aktuell.

Empfehlung von Antonio Mariotti

Extras & Downloads

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