Schweizer Filme neu entdecken
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Die beiden grossen Bauetappen des Gotthard beeinflussten Migrationsbewegungen und die Vorstellungen von Bürgertum und Arbeiterschaft.

 

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Filminformationen

Originaltitel

  • San Gottardo

Jahr

  • 1977

Dauer (Minuten)

  • 90

Originalsprache

  • Italienisch
  • Französisch
  • Deutsch

Genre

  • Spielfilm

Stabangaben

Regie

  • Villi Hermann

Drehbuch

  • Peter Zeindler
  • André Puig
  • Giovanni Orelli

Besetzung

  • Maurice Aufair
  • Mathias Gnädinger
  • Roger Jendly
  • Hans-Dieter Zeidler
  • Gigi dall'Aglio
  • Didier Flamand

Kamera

  • Hans Stürm
  • Renato Berta

Produktion

  • Filmkollektiv Zürich AG
  • Imago Film

Montage

  • Rainer Trinkler
  • Elisabeth Wälchli

Ton

  • Luc Yersin

Musik

  • Panzini Zirkus

Angaben zur Digitalisierung

Digitalisierungsjahr

  • 2017

Digitalisiert durch

  • Cinémathèque suisse und Imago Film

in Zusammenarbeit mit

  • Cinegrell

mit der Unterstützung von

  • Cantone Ticino DECS, Memoriav, Lombardi

Auszeichnungen und Festivals

1977

  • 30. Festival internazionale del film Locarno: Silberner Leopard

Empfohlen von

Antonio Mariotti über „San Gottardo“

Die Eröffnung der AlpTransit hat einmal mehr gezeigt, dass der Gotthard das Herz der Schweiz und das Herz Europas ist. In «San Gottardo» bringt der Regisseur Villi Hermann – sein Vater ist Luzerner und seine Mutter Tessinerin – die beiden Sprachen und Kulturen seiner persönlichen Biografie zusammen. Auch Vergangenheit und Gegenwart treffen aufeinander, sowie die zwei Möglichkeiten, im Kino vom Leben zu erzählen: Spiel- und Dokumentarfilm. Geschichten der hart arbeitenden Mineure, die am 1980 eröffneten Strassentunnel bauten, wechseln sich ab denjenigen ihrer Vorgänger, die ein Jahrhundert zuvor den Eisenbahntunnel gegraben hatten. Und wenn sich erstere, im Gegensatz zu letzteren, nicht mehr der bewaffneten Urner Polizei stellen müssen, die ihren Streik im Blut ertränkte, so heisst das nicht, dass sie nicht mehr an Staublungen oder an Heimweh nach ihren zu Hause gelassenen Frauen und Kindern zu Grunde gehen. Aber Villi Hermann geht in seinem Film über die persönlichen Schicksale hinaus: Er lässt uns darüber nachdenken, wie man Geschichte schreibt, indem er die etablierten, von Alfred Escher und Louis Favre geprägten Mythen über den Tunnelbau demontiert. Der Regisseur hält sich ans dokumentarische Material – nicht an ihre Interpretation – und gibt denjenigen eine Stimme, die sie nie hatten.

Extras & Downloads

Downloads

In der DU Ausgabe 892 zum Thema «Italiener in der Schweiz» erinnert sich Villi Hermann an den Dreh seines Films «San Gottardo». Hier zum Download (pdf)