Schweizer Filme neu entdecken
de
fr it
Schweizer Filme neu entdecken

Eine Reise quer durch Europa, die ein breit angelegter Versuch zur idealen Reisegeschwindigkeit ist. Der Künstler Roman Signer markiert die besuchten Orte mit seiner Aktionskunst, die durch hintergründigen Humor besticht.

Erhältlich auf

Filminformationen

Originaltitel

  • Signers Koffer - Unterwegs mit Roman Signer

Jahr

  • 1996

Dauer (Minuten)

  • 82

Originalsprache

  • Deutsch

Genre

  • Dokumentarfilm

Stabangaben

Regie

  • Peter Liechti

Drehbuch

  • Peter Liechti

Kamera

  • Peter Liechti

Mit

  • Roman Signer

Produktion

  • Liechti Filmproduktion GmbH
  • Recycled TV AG

Montage

  • Dieter Gränicher

Ton

  • Peter Guyer
  • Res Balzli
  • Ingrid Städeli

Musik

  • Knut Remond

Angaben zur Digitalisierung

Digitalisierungsjahr

  • 2008

Digitalisiert durch

  • Digital Minds

Auszeichnungen und Festivals

1996

  • Berner Filmpreis
  • Zürcher Filmpreis

1995

  • DOK Leipzig: Bronze
  • Viennale: Publikumspreis
  • SSA Award: Best Script
  • Locarno Film Festival: Action Light Prize

Empfohlen von

Antoine Duplan über «Signers Koffer»

Wie stürzen ohne eigenes Zutun? Man ziehe Anglerhosen an, stelle sich unter ein Wasserfass mit Loch, das einem in die Stiefel pisst, bis man das Gleichgewicht verliert und mit einem fetten «Platsch» hinfällt! Wie mit den Händen in den Hosentaschen den Hut ziehen? Man befestige seine Mütze an einer Feuerwerksrakete vom 1. August… «Signers Koffer», Peter Liechtis Dokumentarfilm über Roman Signer, enthüllt die geheimen Verbindungen zwischen Komik und Philosophie. Der St. Galler Künstler findet seine Inspiration in der Abteilung Scherzartikel. Er katapultiert Hocker synchron aus Fenstern, denkt sich minimalistische Performances mit metaphysischem Mehrwert aus, wie das Abbrennen eines Feuerwerkskörpers am Fusse des Vesuvs, oder stellt das Prinzip der Ungewissheit auf die Probe, indem er auf einen zugefrorenen Weiher spaziert, bis das Eis bricht. Das begeisternde Porträt dieses Clowns und Poeten lässt der Fantasie und der Provokation freien Lauf. Es erinnert die nationaler Selbstverachtung verfallenen Zeloten der Schwarzmalerei daran, dass der Surrealismus in der Schweiz, von Dada bis Tinguely, von Paul Klee bis Plonk & Replonk, springlebendig ist.

Empfehlung von Matthias Lerf

Extras & Downloads