Schweizer Filme neu entdecken
de
fr it
Schweizer Filme neu entdecken

Der junge Tessiner Carlo Corda schlägt sich in Zürich als Marroniverkäufer durch. Eines Tages vermacht ihm sein reicher Onkel ein Erbe, das an eine Bedingung geknüpft ist.

Erhältlich auf

Filminformationen

Originaltitel

  • Al canto del cucù

Jahr

  • 1941

Dauer (Minuten)

  • 109

Originalsprache

  • Schweizerdeutsch
  • Italienisch

Genre

  • Spielfilm

Stabangaben

Regie

  • August Kern

Drehbuch

  • August Kern
  • Virgilio Gilardoni

Besetzung

  • Lillian Herman
  • Ettore Cella
  • Fred Lucca
  • Jean-Marie Fleury
  • Will Roettges
  • Fritz Bantli
  • Plix Oberisoli

Kamera

  • Ady Lumpert
  • Hans Rudolf Meyer

Produktion

  • Kern Film
  • EOS-Film AG

Montage

  • August Kern

Ton

  • Bruno Müller
  • Fritz Obitsch

Musik

  • Jakob Trommer

Angaben zur Digitalisierung

Digitalisierungsjahr

  • 2003 / 2019

Digitalisiert durch

  • Schweizer Fernsehen DRS
  • Cinémathèque suisse, Lausanne
  • filmo – Verein CH.Film, Solothurn (2019)

in Zusammenarbeit mit

  • On Line Video 46, Zürich
  • TaurusMediaTechnik, Unterföhring DE
  • tpc zürich ag, Zürich
  • RoDo Works, Zürich (2019)

mit der Unterstützung von

  • Memoriav, Bern (2003)

Empfohlen von

Antonio Mariotti über «Al canto del cucù»

Der allererste ganz im Tessin gedrehte Spielfilm («Eve» von Franco Borghi, 1940) ist nicht mehr auffindbar. Deshalb gilt der zwei Jahre später in der Region von Locarno realisierte «Al canto del cucù» heute als der erste Tessiner Film der Geschichte. Das «Tessinerische» beschränkt sich allerdings auf das ursprüngliche Drehbuch, das vom Tessiner Kunsthistoriker Virgilio Gilardoni geschrieben wurde, und auf ein paar kurze ländliche Szenen, an denen der Lauf der Zeit vorbeigegangen zu sein scheint. Durch den massiven Eingriff des Regisseurs August Kern wird die ursprüngliche Idee des Films völlig entstellt. Die Geschichte des Marroniverkäufers, den ein reicher Onkel aus Amerika zum Millionär machen will, wenn er sein von der Auswanderung verlassenes Heimatdorf wieder aufleben lässt (ein patriotischer Augenwink auf den Wahlen-Plan) wird völlig banalisiert. Das Thema wurde in billigem Vaudeville-Stil angegangen, was viele Tessinerinnen und Tessiner, allen voran Gilardoni, auf die Palme brachte. Der Film vermittelt uns einen Eindruck von den starken Vorurteilen, die im Zweiten Weltkrieg gegenüber den exotischen Bewohnern der Südschweiz herrschten.

Extras & Downloads

Behind the Scenes