Schweizer Filme neu entdecken
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Glarus, Juni 1782: Anna Göldin ist die letzte Frau, die in Europa als Hexe verurteilt und hingerichtet wird. Die Regisseurin Gertrud Pinkus inszenierte ihre Geschichte als bildstarkes und stimmungsvolles Sittengemälde.

Ab dem 6.2.2020 erhältlich bei

Filminformationen

Stabangaben

Originaltitel

  • Anna Göldin – Letzte Hexe

Jahr

  • 1991

Dauer (Minuten)

  • 104

Originalsprache

  • Deutsch

Genre

  • Spielfilm

Regie

  • Gertrud Pinkus

Drehbuch

  • Gertrud Pinkus
  • Stephan Portmann
  • Eveline Hasler

Besetzung

  • Cornelia Kempers
  • Rüdiger Vogler
  • Ursula Andermatt
  • Luca Kurt
  • Dominique Horwitz
  • Peter Wyssbrod
  • Dimitri
  • Roger Jendly
  • Anne-Marie Blanc
  • Annamirl Bierbichler
  • Stefan Gubser
  • Michael Maassen
  • Pinkas Braun

Kamera

  • Franz Rath

Produktion

  • P&P Film AG
  • Alpha-Film
  • Hexatel
  • Bayerischer Rundfunk (BR)
  • Schweizer Fernsehen (SF)

Montage

  • Suzanne Baron

Musik

  • Sine Nomine

Angaben zur Digitalisierung

Digitalisierungsjahr

  • 2019

Digitalisiert durch

  • Filmo – Verein CH.Film

in Zusammenarbeit mit

  • Cinepostproduktion, München
  • RoDo Works AG, Zürich
  • Sound Design Studios, Bern
  • Tonstudios Z, Zürich
  • sine nomine, Solothurn

Mit der Unterstützung von

  • Gertrud Pinkus

Empfohlen von

Marcy Goldberg über «Anna Göldin – Letzte Hexe»

1782 in Glarus wurde die Dienstmagd Anna Göldin wegen angeblicher Hexerei verurteilt und hingerichtet. Der letzte Fall dieser Art in Europa wurde bereits damals kontrovers aufgenommen und seither mehrmals publizistisch und dramaturgisch aufgearbeitet. Die Spielfilmversion von Gertrud Pinkus – angelehnt am gleichnamigen Buch von Eveline Hasler – stellt Göldin nicht, wie sonst üblich, als Opfer einer heimlichen Liebesgeschichte mit ihrem Dienstherren dar, sondern als selbstbewusste und eigenständige Frau, die zum Spielball der gesamten Machtelite ihrer Zeit wird. Auf Hochdeutsch gedreht, lassen die Dialoge die Sprache der Gerichtsprotokolle wieder aufklingen, und erinnern damit an die Einseitigkeit der damaligen Geschichtsschreibung. Als Kontrapunkt dazu die Bildsprache, welche die Welt der Anna Göldin plastisch wiedergibt und die Körperlichkeit ihres Alltagslebens betont. Cornelia Kempers fasziniert in der Rolle der Anna, unterstützt durch ein hochkarätiges Schauspiel-Ensemble. Die Geschichte eines historischen Unrechts, die lange nachhallt.

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