Schweizer Filme neu entdecken
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1915: Wirtstochter Gilberte will die Soldaten der in Courgenay stationierten Artilleriekompanie mit einem Weihnachtsfest von ihren trüben Gedanken ablenken. Der bereits verlobte Kanonier Hasler verfällt ihrem Charme.

Erhältlich auf

Filminformationen

Stabangaben

Originaltitel

  • Gilberte de Courgenay

Jahr

  • 1941

Dauer (Minuten)

  • 115

Genre

  • Spielfilm

Originalsprache

  • Schweizerdeutsch
  • Französisch

Untertitel

  • Deutsch
  • Französisch
  • Italienisch

Regie

  • Franz Schnyder

Drehbuch

  • Kurt Guggenheim
  • Rudolf Bolo Maeglin
  • Richard Schweizer

Besetzung

  • Rudolf Bernhard
  • Anne-Marie Blanc
  • Zarli Carigiet
  • Hélène Dalmet
  • Heinrich Gretler
  • Max Knapp
  • Erwin Kohlund
  • Ditta Oesch

Kamera

  • Emil Berna

Produktion

  • Praesens Film, Zürich

Montage

  • Hermann Haller
  • Käthe Mey

Ton

  • Max Niederer

Musik

  • Robert Blum

Angaben zur Digitalisierung

Digitalisierungsjahr

  • 2014

Digitalisiert durch

  • Schweizer Radio und Fernsehen, Zürich
  • Praesens Film AG, Zürich
  • Cinémathèque suisse, Lausanne

in Zusammenarbeit mit

  • Cinegrell AG, Zürich
  • Tonstudios Z, Zürich

mit der Unterstützung von

  • Memoriav, Bern

Empfohlen von

Marcy Goldberg über «Gilberte de Courgenay»

Über die liebenswürdige jurassische Wirtstochter Gilberte Montavon wurde bereits 1917 das Erfolgslied «La petite Gilberte» komponiert. 1939 wurde sie durch einen Roman und ein Theaterstück gar zu «Gilberte de Courgenay» hochstilisiert und fiktionalisiert. Doch Franz Schynders musikbeladene Verfilmung im 1941 machte sie erst recht zur Legende – und die junge Schauspielerin Anne-Marie Blanc zum Filmstar.

«Die Handlung ist bei aller Wirklichkeitsnähe frei erfunden» heisst es im Vorspann. Und tatsächlich ist der Film unter anderem bemerkenswert für seinen Umgang mit Geschichte. Im Ersten Weltkrieg angesiedelt, wird das Porträt der tapferen jungen Frau zur Verkörperung der patriotischen Ideale der Geistigen Landesverteidigung.

Bewerkenswert auch das Frauenbild, das damit heraufbeschwört wird. Hübsch aber bescheiden, pflichtbewusst und aufopfernd, und selbstverständlich bilingue: Sie ist sowohl Liebesobjekt als auch Soldatenmutter, Titelheldin und gleichzeitig Nebenfigur. Das klingt zwar paradox, entspricht aber wohl der Realität der Frauen der Aktivdienstgeneration, die auf vielen Ebenen das Land zusammen gehalten haben, Jahrzehnte bevor sie stimmberechtigt wurden.

Extras & Downloads

Internationale Filmposter

Behind the Scenes

Downloads

Drehbuch Gilberte de Courgenay (pdf)